Tellington TTouch ist eine sanfte und gewaltfreie Methode

durch die das Tier wieder in sein physisches

und emotionales Gleichgewicht gelangt. 

Einfühlsam & Effektiv     
Die Tellington TTouch Methode wurde von der Kanadierin Linda Tellington-Jones entwickelt. Tellington TTouch ist eine auf Respekt und Vertrauen basierende Berührungsmethode, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Nicht zu verwechseln mit der Tiefenbehandlung einer Massage, wird bei TTouch durch gezielte sanfte Bewegungen die Zellaktivität angeregt und somit die körpereigenen Kräfte und das Immunsystem aktiviert. Die Zellen werden an ihre ursprünglichen Aufgaben erinnert, aktiviert und so der Körper zur Selbstheilung animiert. Die Intuition ist dabei das Tier in seiner Ganzheit zu visualisieren und an die Zellen zu kommunizieren: Remember your perfection = Erinnere dich an deine Vollkommenheit! 

Anwendung

TTouch für Hund, Katze & Co wird erfolgreich zur Veränderung von problematischen Situationen wie z.B. Angst, Stress oder gestörtem Sozialverhalten bei Hunden, Katzen, Nagetieren und Vögeln angewandt. Die Methode unterstützt außerdem Heilungsprozesse bei Verletzungen und körperlichen Beschwerden. Zudem hilft TTouch eine herzliche Verbindung zwischen Tier und Mensch (wieder-)herzustellen:

  • Angst vor Menschen, Artgenossen, Tierarzt- oder Friseurbesuchen, Trennung, Gewitter oder Feuerwerk

  • Stress durch Autofahren, Lärm, Stadtleben, Rudel, Familienzuwachs
  • Ziehen an der Leine, Hochspringen, Exzessives Bellen & Kauen bei Hunden
  • Aggressives Verhalten
  • Mangelnde/Fehlende Kooperation bei Fell-, Zahn- oder Krallenpflege
  • Einschränkung des Bewegungsapparates aufgrund Alter, Verletzung, Operationen
  • „Beziehungskrise“ zwischen Mensch & Tier

Methode
Die Methode ist sanft und völlig gewaltfrei. Das Tier wird abgeholt, wo es gerade „steht“ und von dort wird es in kleinen Schritten zu dem gewünschten Verhalten gelenkt/geführt. TTouch basiert weder auf Dominanz noch Drill, sondern baut auf Vertrauen und Kooperation (Partnerschaft).

 

Die Tellington TTouch Methode besteht aus 4 Komponenten:

  •         Philosophie und positive Intention
  •         Körperberührungen, den sog. TTouches
  •         Bodenarbeit und

  •         verschiedenen Hilfsmitteln.
Wolkenleopard-TTouch
Wolkenleopard-TTouch

Ursprünglich bestehend aus einer eineinviertel Kreisbewegung werden heute an die 25-30 verschiedene TTouches mit einer Druckstärkenskala von 1-10 angewandt. Fast alle TTouches sind nach Tiernamen benannt, und zwar nach den Tieren bei denen die Bewegungen zum ersten Mal angewandt wurden. So gibt es den Wolkenleopard-TTouch, der Basis-touch aller kreisenden TTouches, sowie den Waschbär-, Lama- und Schimpansen-TTouch, den Python-Heber, den Schneckenschwanz und viele mehr. Die Berührungen sind sanft und unaufdringlich, das Tier reagiert häufig mit völliger Muskelentspannung, ein oftmals regelrechtes körperliches wie emotionales „Loslassen“ kann beobachtet werden. Dieser Zustand der völligen Entspannung fördert die Regenerierung der Körperzellen enorm.

Die Bodenarbeit (Führtraining) der Tellington TTouch Methode fördert das Wiedererlangen des körperlichen Gleichgewichts, deren Ursache physisch sowie emotional sein kann. Durch ganz gezielte Bewegungen wird dem Tier gelehrt wieder korrekt auf allen vier Beinen zu stehen (den Boden unter den Füßen wieder zu spüren) bzw. sich im Gleichgewicht (anstelle von einseitig belasteten Extremitäten) zu bewegen und diese erreichte physische Balance wirkt sich positiv auf den emotionalen Zustand des Tieres aus. Durch das Erfahren von völlig neuen, ungewohnten Bewegungen (z.B. Führung durch das Labyrinth) und Empfindungen (z.B. das Gehen über verschiedene Oberflächen wie Teppich, Plastik) wird die Konzentration gefördert, der Körper wird wachsam, die Zellen werden sozusagen wieder aufgeweckt von ihrem Gewohnheitsschlaf, und dies erlaubt dem Tier letztlich einen Neustart. Unerwünschte Verhaltensweisen und gesundheitliche Probleme können so auf völlig gewaltfreie und sanfte Art korrigiert werden. Außer dem am meisten angewandten Labyrinth, wird auch noch mit Cavaletti, Hütchen, Wippen, Leiter und Reifen gearbeitet.
Die Bodenarbeit wird vorrangig bei Hunde und Pferde angewandt, aber z.B. auch bei Katzen und Nagetieren mit eingeschränkter Mobilität. Unterstützt wird die Bodenarbeit durch spezielle Hundegeschirre und verschiedene Führungstechniken. Leinenführungen wie z.B. die Super-Balance-Leine eignen sich hervorragend um das Problem von ziehenden Hunden zu korrigieren.

Zu den häufig angewandten Hilfsmitteln zählen die sog. Körperbänder. Diese Bänder werden dem Tier sanft um den Körper gelegt und verleihen dadurch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit welches sich oftmals in sofortige positive Verhaltensänderung spiegelt. Die Bänder werden auch zur Korrektur von ungleich belasteten Körperteilen verwendet. 
Das Beruhigungsband entspannt bellende Hunde. Für Katzen und Nagetiere werden unter anderem Pinsel, Pfeiffenputzer, Handtuch und Lammfellhandschuh benützt. Für Vögel eignen sich Federn, Wattestäbchen und kleine Ästchen als Hilfsmittel.

 

Das wunderbare an dieser Methode ist, wenn ein TTouch oder Hilfsmittel nicht oder nur schwer angenommen wird, probiert man ein weiteres aus. Die „Werkzeugkiste“ ist riesengroß und der Kreativität des Practitioners sind bei der korrekten Anwendung keine Grenzen gesetzt. So wird dem Tier nichts aufgezwungen und dadurch wird ungesunder Stress und Druck vermieden.