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Tierkommunikation mit vermissten Tieren: Königsdiziplin

Vermisste Hunde, Katzen oder Kleintiere auf telepathischem Weg zu finden gehört zur Königinnendisziplin der Tierkommunikation. Es ist eine verantwortungsvolle, zeitaufwändige und emotional anspruchsvolle Aufgabe. Zum einem ist die Tierkommunikatorin natürlich bestrebt, so schnell und intensiv wie möglich mit dem Tier in Kontakt zu kommen. Zum anderen muss sie (meist) den Tierbesitzer im emotionalen Ausnahmezustand beruhigen und bestärken.

 

Je FRÜHER die Tierkommunikation, desto GRÖSSER die Chancen!

Erfahrungsgemäß lassen sich verschwundene Tiere besser und schneller auffinden, wenn die Tierkommunikation innerhalb kürzester Zeit gemacht wird: also innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Je früher, desto besser sind die Chancen, das Tier zu finden.

 

Entlaufene Hunde befinden sich meist in Bewegung und können im Idealfall durch die Tierkommunikation „gebremst“ werden. Katzen hingegen verstecken sich fast immer in fremder Umgebung. Diese können wiederum ermutigt werden, aus ihrem Versteck zu kommen. Tierische Angst spielt hier eine große Rolle.

 

Wenn Tierbesitzer und das vermisste Tier in einer Stresssituation stecken – was meist der Fall ist – kann dies die Tierkommunikation beeinträchtigen. Ist es schon lange unterwegs, dann sind Gegenwart und Vergangenheit oft nicht mehr so leicht zu unterscheiden. Verwirrte Tiere geben oft verwirrende Informationen weiter. Zudem haben Tiere ein anderes Zeitgefühl als wir.

 

Der sich sorgende Mensch ist ebenfalls – wenn auch meist unbewusst – durch seine Liebe mit seinem Liebling emotional verbunden. Somit trägt auch er mit seinem Stress zur Verwirrung des Tieres bei.

 

Leider wird die Tierkommunikation oft als letzter Ausweg genommen. Erst nachdem schon alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Ich lese dann auf Facebook: „Wir haben alles versucht, die Tierkommunikation ist unsere letzte Hoffnung.“ Dabei ist das Tier meist schon Wochen oder Monate in unbekanntem Gebiet unterwegs.

 

All diese Umstände erschweren der Tierkommunikatorin das Auffinden des Tieres.

 

Erfahrung und Ausbildung sind wichtig

Ich empfehle eine gut ausgebildete und erfahrene Tierkommunikatorin zu beauftragen, die prima mit Tieren und Menschen kommunizieren kann. Denn bei der betroffenen Person werden Nerven und Geduld auf eine harte Probe gestellt. Für eine effektive Suche sind ein offenes Herz und klarer Verstand immens wichtig.

 

Gestresste Menschen können nicht gut zuhören. Es fehlt beim Gespräch einfach der Fokus und die Konzentration. Aus diesem Grund sollten die wichtigsten Informationen auch noch schriftlich durchgegeben werden.

 

Die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tierkommunikation

  • Zeitnahe Auftragserteilung der Tierkommunikation: Je früher, desto besser.
  • Teamarbeit: Im Idealfall bekommt die Tierkommunikatorin eine Weg- oder Aufenthaltsbeschreibung (durch Bilder, Geräusche, Bodenbeschaffenheit, etc.) und die Leute vor Ort suchen aktiv danach. Das kann super einfach (z.B. im gut beschriebenen Nachbarhaus eingesperrt) oder extrem schwierig (z.B. im Wald verlaufen) werden.
  • Parallel muss ein gut organisierter und strukturierter Suchplan laufen: Flyer, Plakate, Vermisstenmeldungen etc.
  • Positive Einstellung zur Tierkommunikation
  • Zuversicht, Geduld und Ausdauer: Die Suche kann anstrengend und langwierig sein. Ein zu frühes Aufgeben ist einer der Hauptgründe, warum vermisste Tiere nicht nach Hause zurückkehren.
  • Portion Glück um zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Denn der individuelle Lebensweg oder Seelenplan spricht hier auch noch ein Wörtchen mit.

 

Möglichkeiten und Grenzen der Tierkommunikation:

  • Bei einer guten telepathischen Verbindung mit dem Tier kann dessen Beschreibung die Suchenden zum Aufenthaltsort führen.
  • Das Tier kann zu bestimmten Handlungen wie z.B. Stehenbleiben, nach Hause gehen (wenn es den Weg weiß) oder sich sichtbar machen aufgefordert werden. Das Verhalten hängt auch viel vom jeweiligen Charakter ab.
  • Die Informationen kommen direkt vom Tier: Dabei handelt es sich meist um eine Momentaufnahme. Deshalb kann sich die Situation auch von Gespräch zu Gespräch ändern.
  • Erfolg der Tierkommunikation ist auch vom psychischen und körperlichen Zustand des vermissten Tieres abhängig. Tiere in Stresssituationen tun sich schwer, akkurate Hinweise zu geben.
  • Tierkommunikation ersetzt nicht die Suche nach dem Tier. Die Kooperationsbereitschaft der Familie ist daher absolut notwendig. Denn die Suche kann nicht abgenommen, jedoch Tierkommunikation gut unterstützt werden. Man darf nicht mit Straßen- oder Ortsnamen rechnen.
  • Es gibt keine Auffindungsgarantie.

Warum Aufträge mit vermissten Tieren oftmals abgelehnt werden

Es erfordert ein hohes Maß an Konzentration um einen guten Draht zum Tier und zum zugehörigen Menschen zu finden inmitten eines emotionalen Wirbelsturms. Ein happy end hängt nicht alleine von der Tierkommunikatorin, sondern von vielen zusammenspielenden Faktoren ab.

 

Ärzte und Therapeuten irren sich. Berater und Unternehmer irren sich. Tierkommunikatorinnen können sich auch irren. Irren ist menschlich. Auch wenn sie 100%igen Einsatz zeigen und ihr Allerbestes geben, das Nichtauffinden des Tieres wird nicht immer freundlich aufgenommen. Beschimpfungen, Zahlungsverweigerung (Verrechnet wird nach Zeit- nicht Erfolgsaufwand, ohnehin meist zu einem vergünstigten Preis.) und üble Nachrede sind oftmals die Folge.

 

Es liegt auch in der Verantwortung der Tierkommunikatorin ihren Berufsstand auf höchstem Niveau zu präsentieren. Und das in Situationen, wo es nur allzu leicht passieren kann mit falschen Worten oder Informationen untröstlich traurig zu machen.

 

Viele Kolleginnen lehnen solche Aufträge ab.

 

Zum guten Schluss

Wie gesagt, vermisste Tiere zu finden ist die Königsdisziplin der Tierkommunikation. Es spielen viele Elemente zur Wiederauffindung zusammen. Viele Vermisstenfälle nehmen ein glückliches Ende. Wenn das Tier gefunden wird, dann bleibt dieses freudige Ereignis unvergesslich im Gedächtnis und Herzen aller Beteiligten verankert!

 

Manche Tiere verlieren bei diesem schrecklichen Abenteuer ihr kostbares Leben. Und manche sind und bleiben wie vom Erdboden verschluckt. Die Ungewissheit über den Verbleib des geliebten Tieres ist sehr schwer zu verarbeiten.

 

Darum glaube ich, dass es - unabhängig vom Ausgang - für jeden Tierliebhaber am wichtigsten ist, am Ende des Tages sagen zu können: „Ich habe alles mir Menschenmögliche getan, um mein geliebtes Haustier wiederzufinden.“

 


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Fotos: 1 Annie Hara & 3 Gerd Altmann auf Pixabay, 2 AHmascotas


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Kommentare: 2
  • #1

    Tina (Freitag, 16 April 2021 09:18)

    Sehr treffend und auf den Punkt gebracht. Vermisste Tiere sind eine große Herausforderung für die TK, leider musste ich selbst einmal eine üble Nachrede über mich ergehen lassen, jedoch hält mich so etwas nicht davon ab, weiterhin so gut es geht verzweifelnden Tierbesitzern zu helfen, denn ich kenne das Gefühl allzu gut, wenn ein Liebling vermisst wird. Glücklicher Weise sind diese ahnungslosen Menschen Ausnahmen, die Mehrheit ist immer Dankbar, dass man sie unterstützt, zuhört, begleitet und auch tröstet. Vielen Dank Liebe Astrid für den tollen Artikel, LG Tina

  • #2

    Astrid (Freitag, 16 April 2021 12:44)

    Hallo Tina,
    ja, Tierkommunikation mit vermissten Tieren erfordert viel Mut und Kraft, auch um negativen Erlebnisse gut verarbeiten zu können. Danke, dass du dich weiterhin für die Vermissten einsetzt!
    Viele liebe Grüße,
    Astrid